Gesund und um die Ecke: Regionale Superfoods

Superfoods werden mitunter wahre Wunderwirkungen in Sachen gesunder Ernährung zugesprochen. Sicherlich handelt es sich bei Chia, Quinoa und vielen anderen trendigen Lebensmitteln um gesunde Nahrung, die viel Gutes für den Körper bewirken kann. Allerdings setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass auch unser regionales Obst und Gemüse gesund ist, fit hält und durchaus Superfood-Qualitäten hat.

Regionale Superfoods – gesunde Fitmacher aus der Region

Ein zentraler Aspekt der nachhaltigen Ernährung sind kurze Transportwege. Dementsprechend stehen regionales Obst und Gemüse ganz oben auf der Einkaufsliste. Dabei spielt der Zeitraum zwischen Ernte und Verzehr eine wichtige Rolle. Bevor exotische Superfoods bei uns auf dem Teller landen, haben sie meist eine tage- oder sogar wochenlange Odyssee mit dem Flugzeug oder Schiff hinter sich. In dieser Zeit haben die dann nicht mehr ganz so frischen Lebensmittel nicht selten bereits einen Großteil ihrer gesunden Inhaltsstoffe eingebüßt.

Regionales Obst und Gemüse hingegen kann im Idealfall noch am Tag der Ernte oder spätestens am nächsten oder übernächsten Tag verzehrt werden und enthält noch nahezu alle Vitamine. Wenn dir nachhaltige Ernährung wichtig ist, führt an regionalem Obst und Gemüse kein Weg vorbei. Wir stellen dir einige regionale Superfoods vor, die ihren exotischen Vorbildern in nichts nachstehen oder diese sogar überflügeln.

Info:

Vitamine sind unverzichtbarer Bestandteil einer gesunden, nachhaltigen Ernährung. Vitamine sind in den meisten überregionalen und regionalen Obst- und Gemüse-Sorten enthalten. Allerdings werden viele Vitamine nach der Ernte rasch abgebaut. Um den Vitamingehalt bis zum Verzehr so hoch wie möglich zu erhalten, sind kurze Transportwege- und –zeiten unerlässlich.

Regionale Superfoods, die deine nachhaltige Ernährung bereichern:

  • Leinsamen versus Chia. Ebenso wie Chia enthalten auch Leinsamen eine ansehnliche Konzentration an Omega 3 Fettsäuren. Zusätzlich punkten Leinsamen mit einer Menge gesunder Ballaststoffe, Vitamin E und Kalium.
  • Hafer und Hirse anstatt Quinoa. Die Zeiten, in denen Quinoa als die Königin der Superfoods galt, sind auch schon wieder vorbei. Hafer und Hirse versorgen den Körper mit Eisen und Zink und reichern die Nahrung zudem mit verdauungsfördernden Ballaststoffen und hochwertigen Fetten an.
  • Walnuss-, Kürbiskern- und Sonnenblumenöl anstatt Kokosöl. Kokosöl gehört nach wie vor zu den günstigsten pflanzlichen Ölen und wird dementsprechend gerne von der Nahrungsmittelindustrie in den unterschiedlichsten Produkten verarbeitet. Die Anbaumethoden der Kokosnuss-Plantagen sind allerdings alles andere als nachhaltig. Neben Obst und Gemüse gehören auch hochwertige Öle, die aus regionalen Erzeugnissen hergestellt werden, zu den regionalen Superfoods. Schonend verarbeitet sind Öle aus regional angebauten Wahlnüssen oder Kürbiskernen eine wahre Delikatesse und das Highlight vieler Salat-Dressings und anderer Speisen.
  • Acai oder lieber Heidebeeren, Sauerkirschen und Rotkohl? Die in den tropischen Regenwäldern geernteten Acai-Beeren gelten als besonders hochwertiges Superfood aufgrund ihrer antioxidativen Wirkung. Acai soll freie Radikale binden und dem Alterungsprozess entgegenwirken. Acai-Alternativen, die ohne Abstriche als regionale Superfoods bezeichnet werden können, sind Heidelbeeren, Sauerkirschen und Rotkohl. Auch diese regionalen Obst- und Gemüse-Sorten sind lecker und reich an gesundheitsfördernden Vitaminen und an Mineralstoffen.

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