Foraging – selbst gesammelt schmeckt am besten

Wenn du dich für das Foraging, also das Sammeln von Wildkräutern und Wildfrüchten entscheidest, profitierst du gleich mehrfach. Zunächst einmal tankst du jede Menge frische Luft und Energie in der Natur während des Sammelns. Danach sorgen die frischen Kräuter und Früchte für das gewisse Etwas bei deinen selbst zubereiteten Speisen.

Wo kann man mit Foraging starten?

Um mit dem Foraging zu beginnen, musst du dich nicht auf eine abgelegene Alm-Wiese oder in einen Bergwald begeben. Essbare Waldkräuter und Waldfrüchte sind beinahe auf jeder Wiese und auch in vielen Parks zu finden.

Foraging – nützliche Tipps für den Anfang

Wenn du dich in das Naturerlebnis Foraging stürzen möchtest, können einige Tipps für den Anfang nicht schaden. Grundsätzlich solltest du sämtliche Lebensmittel, die du selbst der Natur entnimmst, vor dem Verzehren gründlich waschen oder sogar abkochen. Auf diese Weise vermeidest du die Aufnahme von anhaftenden Luftschadstoffen, entfernst aber auch potenziell gefährliche Krankheitserreger wie etwa die Eier des Fuchsbandwurms.

Grundsätzlich sind Wälder in Deutschland für jeden frei zugänglich, wenn der Zutritt nicht ausdrücklich untersagt wird. Allerdings solltest du das Eigentum anderer Menschen auch beim Foraging respektieren und weder unnötige Schäden an der Flora anrichten noch die Tiere des Waldes unangemessen stören. Das Gleiche gilt auch für Foraging auf Wiesen, insbesondere wenn das Gras als Futter für Nutztiere vorgesehen ist.

Diese Waldbeeren schmecken besonders lecker

Walderdbeere: Für diese kleinwüchsige Erdbeervariante gilt in Sachen Geschmack: Klein, aber oho. Die roten Beeren erreichen nur selten Daumennagel-Größe, verwöhnen deine Geschmacksnerven jedoch mit einem intensiven Erdbeeraroma.

Waldhimbeere: Waldhimbeeren gehören zu den Pionierpflanzen, die sich schnell auf kahlen Flächen innerhalb des Waldes breitmachen. Die ebenfalls recht kleinen Beeren strotzen nur so vor Vitamin C und enthalten zudem Kalium, Magnesium und wohlschmeckende Fruchtsäuren.

Brombeere: Brombeeren sind, wenn sie den nötigen Reifegrad erreicht haben, eine zuckersüße Versuchung. Allerdings ist es ratsam, sich in langen Hosen auf die Suche nach den Leckerbissen zu machen. Brombeeren enthalten viel Vitamin C. Aus den jungen, getrockneten Blättern der Brombeere kannst du zudem einen wohlschmeckenden Tee zubereiten, der bei Durchfall und Entzündungen im Rachenraum Linderung verschaffen kann.

Holunder: Holunder ist in unseren Breiten eine weit verbreitete Waldfrucht und bietet dir gleich mehrere Möglichkeiten für kulinarische Genüsse. Die weiß blühenden Schirmrispen des Holunders kannst du in Zucker-Zitronenwasser geben und erhältst dann erfrischenden Holundersaft. In Bierteig ausgebacken sind die Blüten ebenfalls eine wahre Gaumenfreude. Wenn die kleinen Steinfrüchte reif sind, was du an ihrer nahezu schwarzen Färbung erkennst, kannst du sie kochen und mit Birne und Zimt zu leckerem Holundermus verarbeiten.

Mit diesen Wild- und Waldkräutern peppst du deine Speisen auf

Das Repertoire an Wild- und Waldkräutern, die sich zum Verzehr eignen, ist nahezu grenzenlos. Die Sammelzeit beschränkt sich nicht auf Frühjahr und Sommer, auch im Herbst und im Winter wirst du fündig.

Diese Kräuter verfeinern deine Speisen
  • Bärlauch: Den nach Knoblauch riechenden und schmeckenden Bärlauch findest du im Frühjahr und bereitet daraus leckeres Pesto zu.
  • Löwenzahn:Aus jungem Löwenzahn, den du ebenfalls im Frühjahr findest, bereitest du einen wohlschmeckenden Salat zu. Die Blüten sind ebenfalls essbar und schmecken leicht süßlich.
  • Oregano: Dieses als typisch mediterran geltende Gewürz ist auch in unseren Breiten heimisch. Fündig wirst du an Waldrändern und an sonnigen Hecken-Standorten.
  • Brennnessel: Die anspruchslose Brennnessel gedeiht auf nahezu jeder Grünfläche. Du kannst die jungen Blätter als Spinat genießen, in eine klare Suppe geben oder Pesto daraus zubereiten.

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