Ernährungsmythen im Check

Ernährungsmythen beziehen sich entweder auf eine besonders gesunde Ernährung oder beinhalten Warnungen zu potenziell schädlichen Lebensmitteln und Ernährungsweisen. Oft lässt sich nicht ohne Weiteres sagen, ob es sich bei einem Ernährungsmythos lediglich um eine frei erfundene Geschichte oder belegte Tatsachen handelt. Mit dem entsprechenden Hintergrundwissen lassen sich die meisten Ernährungsmythen dennoch richtig einordnen.

Ernährungsmythen – wahr oder falsch?

Von Schokolade bekommt man Pickel, Obst ist immer gesund und Eier enthalten zu viel Cholesterin. Mythen, die sich um die Ernährung ranken, gibt es beinahe so viele wie Nahrungsmittel selbst. Während ein Teil der Ernährungsmythen durchaus einen wahren Kern hat, sind andere schlichtweg falsch oder basieren auf überholten Erkenntnissen.

Ernährungsmythos ungesundes Hühnerei

Hühnereier galten über Jahrzehnte hinweg als wahre Cholesterinbomben. Es herrschte lange Zeit die Annahme, dass Eier in einer gesunden, ausgewogenen Ernährung wenig zu suchen hätten. Mittlerweile hat sich allerdings die Erkenntnis durchgesetzt, dass es sich bei Eiern um ein gesundes und lange haltbares Lebensmittel handelt. Zwar findet sich im Fett des Eidotters tatsächlich Cholesterin. Allerdings hat das längst keine so schädliche Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem wie lange Zeit angenommen. Darüber hinaus enthalten Eier jede Menge Vitamine, Nährstoffe und auch Spurenelemente.

Light Produkte – top oder flop?

Dass du mit Light Produkten schnell und einfach abnimmst, gehört zu den am weitesten verbreiteten Ernährungsmythen. Der Begriff light oder leicht ist recht schwammig und kann sich auf ganz unterschiedliche Eigenschaften eines Lebensmittels beziehen. Dabei kann es sich bei einem Light Produkt um einen verringerten Zucker-, Alkohol-, Koffein-, Kohlenhydrat- oder Fettgehalt handeln. Wenn du also etwa zu einem Light Joghurt greifst, wird dieser in der Regel einen reduzierten Fettgehalt aufweisen. Damit der Geschmack nicht unter der Fettreduzierung leidet, kann der Joghurt aber auch deutlich mehr Zucker als ein herkömmlicher Joghurt enthalten und sich dennoch Light Produkt nennen. Das bedeutet, dass der Kaloriengehalt eines Light Produkts nicht immer unbedingt geringer sein muss. Wenn du kalorienreduzierte Produkte konsumieren möchstest, solltest du also immer die Nährwertkennzeichnung überprüfen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Margarine ist gesünder als Butter

An der Frage, ob zu einer ausgewogenen, gesunden Ernährung Butter oder Margarine besser passt, scheiden sich schon seit Generationen die Geister. Ursprünglich tierischen Ursprungs und zur Verpflegung des französischen Heeres eingeführt, besteht Margarine heutzutage meist aus pflanzlichen Ölen, Fetten und Wasser sowie zahlreichen Zusatzstoffen. Ein problematischer Bestandteil ist das Phytosterin. Phytosterin steht im Verdacht das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen zu erhöhen. Viele Margarinesorten enthalten zudem Palmöl, was sowohl für die Umwelt als auch in hohen Mengen für die eigene Gesundheit bedenklich ist. Nichtsdestotrotz enthält Margarine im Gegensatz zu Butter kein Cholesterin und kann damit für Menschen mit erhöhten Cholesterinwerten sinnvoll sein. Auch für Veganer ist Margarine die richtige Wahl.

Taugen Smoothies und Saft als vollwertiger Ersatz von Obst und Gemüse?

Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht ab und an zu einem der appetitlich bunten Smoothies im Supermarkt oder im Café greift. Smoothies gehören zu den gesunden, veganen Lebensmitteln, enthalten aber im Vergleich zu frischem Obst und Gemüse eine reduzierte Menge an Vitaminen und Ballaststoffen. Das gilt insbesondere dann, wenn dem Smoothie Saft beigefügt wurde. Hinzu kommt, dass Smoothies durch ihr geringeres Volumen weniger sättigend sind, als Obst und Gemüse in seiner ursprünglichen Form, ihre Energiedichte aber höher ist. Somit nimmt man beim Konsum von Smoothies häufig mehr Kalorien zu sich, als man im ersten Moment vielleicht denken mag. Bei Fruchtsäften besteht zudem die Möglichkeit, dass der Geschmack mithilfe von beigefügtem Zucker aufgepeppt wurde.

Tipp:

Eine Möglichkeit, um dem Körper ausreichend Vitamine und Spurenelemente zuzuführen, ist Tiefkühlkost. Tiefkühlkost hat zwar im Vergleich zu frischem Obst und Gemüse auch einen reduzierten Gehalt an Vitaminen, ist aber deutlich gesünder als Lebensmittel aus Konserven oder hochverarbeitete Fertigprodukte.

Quellen:

https://www.test.de/Gesunde-Ernaehrung-Zehn-Ernaehrungsmythen-im-Check-5379834-0/

https://www.akademie-sport-gesundheit.de/magazin/den-7-groessten-ernaehrungsmythen-auf-der-spur.html

https://utopia.de/ratgeber/richtige-ernaehrung-ernaehrungsmythen/

Bild:

https://stock.adobe.com/de/images/gesunde-ernahrung-smoothies/140680278?prev_url=detail / Wellnhofer Designs

Auch interessant