Bouldern in der Boulderhalle - darum geht es beim Klettern ohne Seil

Während beim Bergsteigen das Seil eine wichtige Sicherungsfunktion übernimmt, kommen Boulderer ganz ohne das Anleinen aus. Gebouldert wird meist in der Halle bis in eine Höhe von etwa vier Meter. Der Hallenboden ist gepolstert und bietet so ausreichend Schutz, um Stürze aus mehreren Metern Höhe schmerzfrei und ohne Verletzungen abzufedern. Beim Bouldern kommt es auf den gezielten Krafteinsatz an, aber auch mentale Stärken wie Durchhaltevermögen und die Fähigkeit zum Vorausplanen von Routen spielen eine wichtige Rolle.

Mit dieser Ausrüstung gelingt der Boulder Einstieg

Das Equipment, das du zum Bouldern in der Halle benötigst, hält sich in einem überschaubaren Rahmen. Beweglichkeit spielt beim Bouldern eine entscheidende Rolle und dementsprechend bequem solltest du deine Kleidung wählen. Lange oder kurze Sportklamotten, die weder scheuern, noch dich an irgendeiner Stelle einengen, sind ideal. Darüber hinaus benötigst du noch die passenden Schuhe und, für einen sicheren Griff, Magnesia.

Bequeme Kleidung. Warum beim Bouldern bequeme Kleidung besonders wichtig ist, wirst du schnell feststellen, wenn du dir einmal die akrobatischen Bewegungsabläufe fortgeschrittener Boulderer anschaust. Geeignet sind weiche, dehnbare Textilien, die zusätzlich den Schweiß gut ableiten und schnell wieder trocknen.

Boulderschuhe. Der wichtigste Ausrüstungsgegenstand zum Bouldern in der Halle sind die Boulderschuhe. Sämtliche Schuhe, die sich für das Klettern am Seil eignen, sind grundsätzlich auch beim Bouldern brauchbar. Insbesondere dann, wenn du neu in der Welt des Bouldern bist, musst du nicht gleich zu einem teuren Schuh für mehrere 100 Euro greifen. Für den Anfang gut geeignet sind Allrounder Modelle, mit denen du dich gut in unterschiedlichen Situationen zurechtfindest.

Tipp:

Wenn du dich zunächst langsam an den faszinierenden Bouldersport herantasten und nicht gleich eine Menge Geld ausgeben möchtest, kannst du dir in vielen Boulderhallen die passenden Schuhe zunächst ausleihen. Wenn dich das Boulderfieber dann richtig gepackt hat, kannst du dir immer noch deine ersten eigenen Boulderschuhe zulegen.

Chalk und Chalkbag. Ohne einen sicheren Griff geht beim Bouldern gar nichts und dementsprechend gewissenhaft solltest du deine Hände vor dem Bouldern mit Magnesiapulver einreiben. Dafür, dass du das Magnesia immer griffbereit hast, sorgt ein sogenannter Chalk- oder Boulder-Bag. Dabei handelt es sich um einen Beutel, den du um die Hüfte trägst und in jeder Körperposition mit beiden Händen erreichen kannst. Auch einen Chalkbag kannst du dir für die ersten Male in der Boulderhalle ausleihen.

Griffbürste. Mit der Zeit lässt es sich nicht vermeiden, dass sich in den Griffen an der Wand Hautabrieb und andere Verschmutzungen festsetzen. Diese Verunreinigungen können sich negativ auf die Griffigkeit einzelner Kletterelemente auswirken. Zum Reinigen der Griffe empfiehlt sich eine Griffbürste, die mit Natur- oder Kunststoffborsten bestückt ist. Viele der Bürsten sind mit einem Teleskopstiel versehen, um auch höher angebrachte Griffe erreichen zu können.

Bouldern im Freien – nicht ohne fachkundige Anleitung

Wenn dir die Kombination aus Klettern und Naturerlebnis besonders reizvoll erscheint, kann das Bouldern in der freien Natur eine interessante Option für dich sein. Damit deine ersten Klettererfahrungen outdoor nicht im Fiasko enden, solltest du dich einem erfahrenen Führer anvertrauen, der dich sachkundig an das Bouldern in der freien Natur heranführt.

Quellen:

https://www.outdoor-magazin.com/klettern/bouldern-in-der-kletterhalle-10-tipps/

https://boulder-nature.de/einsteiger-tipps-tricks/

https://www.bergzeit.de/magazin/bouldern-fuer-anfaenger-10-tipps/#tipp-10-am-felsen-bouldern-hat-nichts-mit-der-halle-zu-tun

Bild:

stock.adobe.com/ Corri Seizinger

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