Schlafphasen – diese Phasen durchlaufen wir beim Schlafen

Damit es uns gut geht, wir Leistung bringen und unsere Freizeit genießen können, ist ein gesunder Schlaf unerlässlich. Während des Schlafs verarbeitet unser Gehirn das Erlebte. Körper und Geist ruhen sich für die Aufgaben des kommenden Tages aus. Dabei folgt unser Organismus einem festgelegten Schema, das sich in mehrere Schlafphasen unterteilen lässt.

Wie viele Phasen hat der Schlaf?

Weil ein gesunder Schlaf für unser Wohlbefinden so wichtig ist, ist das Schlafen Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen. In der Medizin hat sich ein Modell durchgesetzt, das den Schlaf in vier unterschiedliche Phasen unterteilt.

Einschlafphase – Übergang vom Wachzustand zum Schlafen

Ist die Schlafenszeit gekommen und wir begeben uns zur Ruhe, setzt zunächst die Einschlafphase ein. Diese auch als Stadium N1 bezeichnete Phase ist durch einen sehr leichten Schlaf gekennzeichnet, während dessen die Muskulatur noch leicht angespannt sein und es zu Muskelkontraktionen kommen kann. Das Gehirn wechselt in dieser Phase von den im EEG messbaren Alpha-Wellen zu den niederfrequenteren Theta-Wellen.

Leichter Schlaf – Entspannung der Muskulatur und Beruhigung der Atmung

Auf die Einschlafphase folgt die Phase des leichten Schlafs, die auch als Stadium N2 bezeichnet wird. Die Muskulatur entspannt sich, Puls und Atmung verlangsamen sich und werden gleichmäßig. Auch die Körpertemperatur kann in diesem Stadium etwas absinken.

Tiefschlaf – Tiefenentspannung für Körper und Kreislauf

In der Tiefschlafphase schlafen wir so fest, dass sich die Muskulatur völlig entspannen kann. Pulsfrequenz und Atmung sinken ebenso wie der Blutdruck ab. In einem EEG zeigt sich diese Schlafphase in Form von Delta-Wellen, deren Frequenz noch unter der Theta-Wellenfrequenz liegt. Die Tiefschlafphase wird auch als Stadium N3 bezeichnet.

Traumschlaf – die REM-Phase

Nachdem wir die Tiefschlaf-Phase hinter uns gebracht haben, ändert sich die Aktivität des Gehirns drastisch. Während des Traumschlafs, der auch als REM-Phase bezeichnet wird, wird die Gehirnaktivität beschleunigt. Im EEG äußert sich die REM-Phase in einer erhöhten Frequenz und nicht selten beginnen die Augen, sich unkontrolliert und schnell hin und her zu bewegen. In diese Phase fallen die intensiven Träume, an die wir uns auch nach dem Aufwachen noch erinnern können. Einige Schlafforscher vermuten auch, dass in dieser Schlafphase emotionale Erlebnisse verarbeitet werden.

Info: REM-Phase leitet sich von dem englischen Ausdruck Rapid Eye Movement ab, womit die schnellen Hin- und Herbewegungen der Augen bei geschlossenen Lidern bezeichnet werden.

So lange dauert eine Schlafphase

Das Schlafverhalten eines jeden Menschen ist recht individuell, aber dennoch gibt es gewisse Richtwerte für die Abfolge und Dauer der einzelnen Schlafphasen. Ein vollständiger Zyklus, der alle Schlafphasen miteinschließt, dauert in etwa 90 Minuten, plus minus zehn Minuten. Auf den Leichtschlaf und das Einschlafen entfallen dabei circa 50 Minuten. Ungefähr 40 Minuten dauern der Tiefschlaf und die REM-Phase.

Was bringen Schlafphasenwecker und Schlafphasen-Rechner?

Der Sinn von Schlafphasenweckern und Schlafphasenrechnern besteht darin, die Dauer des Schlafs deinen individuellen Bedürfnissen anzupassen. Mithilfe eines Schlafphasenrechners kannst du ermitteln, wann die optimale Schlafenszeit ist, wenn du zu einer bestimmten Uhrzeit aufstehen möchtest. Mithilfe eines Schlafphasenweckers kannst du diejenigen Zeitintervalle ermitteln, in denen du nur einen leichten Schlaf hast und dir das Aufwachen leichtfällt.

Quellen

https://www.meine-gesundheit.de/ratgeber/schlaf/schlafphasen

https://www.resmed-healthcare.de/patienten/die-schlafphasen-des-menschen

https://www.stern.de/digital/technik/schlafphasenwecker--drei-modelle-im-vergleich-30473912.html

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