Mehrtägige Radtour – so planst du richtig

Radtouren verbinden auf ideale Weise Bewegung an der frischen Luft mit entspannenden Naturimpressionen. Mehrtägige Radtouren können in der näheren Umgebung deiner Heimatstadt genauso reizvoll sein wie im Fahrrad-Mekka Holland oder in anderen attraktiven Urlaubsregionen. Worauf du bei der Planung deiner nächsten Fahrradtour achten solltest, erfährst du in diesem Artikel.

So findest du die richtige Strecke für eine mehrtägige Radtour

Wenn du dich daran machst, dir eine Strecke für eine mehrtägige Radtour auszusuchen, solltest du dein eigenes Fitnesslevel und das der Mitfahrenden im Auge behalten. Entscheidest du dich für eine zu anspruchsvolle Strecke, kann die mehrtägige Radtour schnell zur Tortur werden. Ideal sind zudem Touren, die zumindest größtenteils auf Radwegen zurückgelegt werden können. Ebenfalls von einiger Bedeutung ist die Toureneignung deines Fahrrads. Die Wahl der richtigen Kleidung und der Ausrüstung runden die Planung einer mehrtägigen Fahrradtour ab. In Deutschland hast du die Wahl zwischen 250 gut ausgebauten und beschilderten Radfernwegen. Dazu kommt eine Vielzahl von Routen im regionalen Maßstab, die sich für kürzere Radtouren oder Rundfahrten eignen. Routen-Vorschläge findest du sowohl in Buchform als auch zuhauf im Internet. Möchtest du deine Planung individueller gestalten, bieten sich Google Maps oder andere Kartendienste als Recherchewerkzeug an.

Diese Räder eignen sich für mehrtägige Radtouren

Das ideale Rad für eine mehrtägige Radtour muss gleich mehreren Kriterien genügen. Zunächst muss es robust genug sein, um möglichst viel Gepäck zu transportieren. Grundvoraussetzung dafür ist ein stabiler Rahmen, ein tragfähiger Gepäckträger hinten und bei Bedarf zwei weitere Gepäckträger vorne an der Gabel. Beliebte Radgattungen, die sich als Reiseräder ausrüsten lassen, sind Rennräder, Trekkingräder und Mountainbikes.

Radgattungen, die sich als Reiseräder eignen:
  • Rennrad: Insbesondere für mehrtägige Radtouren interessant, bei denen lange Strecken absolviert werden und das Gepäck nicht allzu umfangreich ausfällt. Rennräder sind in erster Linie für sportliche Fahrten auf asphaltierten Wegen geeignet.
  • Trekkingrad: Trekkingräder sind für mehrtägige Radtouren geradezu prädestiniert. Sie bieten einen idealen Kompromiss aus Fahrkomfort und Robustheit.
  • Mountainbike: Auch Mountainbikes eignen sich, entsprechend ausgerüstet, als Reiseräder. Sie spielen ihre Stärken auf Fahrradtouren aus, auf denen es auch einmal über unbefestigte Wege geht.

Diese Kleidung eignet sich für mehrtägige Radtouren

Beim Fahrradfahren kannst du, wie bei vielen anderen Sportarten auch, deine Kleidung nach dem Zwiebelschalenprinzip auswählen. Ideal ist Funktionsunterwäsche, die die Feuchtigkeit schnell vom Körper nach außen transportiert. Darüber trägst du dann je nach Witterung ein Shirt oder einen Pullover. Den Abschluss bildet eine Jacke aus wasserabweisendem, atmungsaktivem Material, das Wind und Regen trotzt. Bei den Hosen hast du die Wahl zwischen kurzen und langen Modellen. Praktisch sind zudem Regenhosen, die du bei Bedarf einfach überziehen kannst.

Diese Ausrüstung ist auf einer mehrtägigen Radtour Pflicht

Das Platzangebot beim Fahrradfahren ist begrenzt, dementsprechend wichtig ist ausreichend Stauraum. Bewährt hat sich eine Kombination aus Satteltaschen links und rechts am hinteren Gepäckträger plus eine weitere Tasche auf dem Gepäckträger. Zusätzlichen Stauraum bieten dir eine Lenkertasche und zwei seitliche Taschen links und rechts des Vorderrades. Auch auf einen Ersatz-Schlauch, Flickzeug, Halterungen für Trinkflaschen und eine Luftpumpe sowie das nötigste Montagewerkzeug solltest du nicht verzichten.

Tipp:

Keinesfalls sollte der Fahrkomfort durch zu umfangreiches Gepäck leiden. Überpackte Räder können dir nicht nur den Fahrspaß verderben, sie können auch gefährliche Situationen im Straßenverkehr herbeiführen.

Auch interessant