Anti-Schwerkraft-Laufband: Schneller durch die Reha

Ein Anti-Schwerkraft-Laufband ermöglicht Rehasport mit einer reduzierten Gewichtsbelastung. Der Unterkörper befindet sich während des Trainings in einer Druckkammer und wird durch einen erhöhten Luftdruck entlastet. Neben Rehasport nach Verletzungen oder Operationen kann das Laufband auch präventiv zur Reduzierung des Sturzrisikos und für Herz-/Kreislauftraining eingesetzt werden. Ein Anti-Schwerkraft-Laufband ist zudem für jede Person geeignet, unabhängig vom gewünschten Ziel.

Anti-Schwerkraft-Laufband: Schneller durch die Reha

Antigravitationslaufband – dieses Prinzip steckt dahinter

Ursprünglich von der Nasa zum Astronautentraining entwickelt, wurde das Anti-Schwerkraft-Laufband mit Erfolg besonders an die Bedürfnisse in der Physiotherapie angepasst. Der in Alzenau ansässige Medizintechnikanbieter proxomed™ hat mit seiner AlterG-Produktlinie gleich mehrere Versionen eines therapeutisch nutzbaren Anti-Schwerkraft-Laufbandes auf den Markt gebracht. Um den geschwächten Körper eines Patienten während der Reha nicht übermäßig zu belasten, wird die Gewichtsbelastung der unteren Extremitäten durch einen Überdruck reduziert. Je höher der Luftdruck ausfällt, desto weniger wird der Bewegungsapparat während des Rehasports beansprucht.

Der Effekt ist auf den ersten Blick mit dem Gehen in einem hüfthohen Wasserbad vergleichbar. Der entscheidende Unterschied liegt allerdings in dem unverfälschten Gangbild, das beim Laufen auf dem Anti-Schwerkraft-Laufband erhalten bleibt. Während beim Gehen im Wasser ein sehr viel höherer Strömungswiderstand überwunden werden muss, wirst du durch den erhöhten Luftdruck nicht in deiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Durch die präzise Regulierung des Druckniveaus und die Verminderung der Gewichtsbelastung um bis zu 80 Prozent werden individuelle, auf deine Bedürfnisse maßgeschneiderte Therapiemaßnahmen möglich. Die Inanspruchnahme der Muskulatur und des übrigen Bewegungsapparates kann in kleinen, wohl dosierten Schritten gesteigert werden.

Diese Patienten profitieren vom Anti-Schwerkraft-Laufband

Erfolgversprechend ist die Therapie mit diesem innovativen Laufband für alle Personen, die ihre unteren Extremitäten trainieren und in ihrer Funktion stärken möchten. Durch das verminderte Gewicht, das auf Muskeln und Gelenke wirkt, ist der Einstieg in die Rehabilitation bereits in einer Genesungsphase möglich, in der die meisten alternativen Therapien noch nicht angewendet werden können. Eine frühe Mobilisierung ist nach operativen Knorpeltherapien am Sprunggelenk ebenso erfolgversprechend wie nach Muskel-, Bänder- und Sehnenverletzungen. Das gesamte Anwendungsspektrum dieser innovativen Therapieform ist allerdings noch deutlich weiter gefasst.

Diese Anwendungsmöglichkeiten bietet das Antigravitationslaufband:

  • orthopädische Reha
  • neurologische Reha
  • Arthrose
  • Ausdauertraining bei Übergewicht
  • Herz-/Kreislauftraining
  • Sturzprophylaxe
  • Ausdauertraining für Schmerzpatienten

Tipp:

Bei dem Anti-Schwerkraft-Laufband AlterG handelt es sich um ein zugelassenes Medizinprodukt. Therapien können entsprechend der Heilmittelverordnung von einem Arzt verordnet werden, die Kosten übernimmt nach vorheriger Zusage die Krankenkasse.

So läuft das Training mit dem Anti-Schwerkraft-Laufband ab

Damit sich eine Gewichtsentlastung im Bereich der Beine und Füße einstellen kann, wird der Unterkörper während des Trainings einem Überdruck in einer Druckkammer ausgesetzt. Mithilfe einer Neoprenhose wird die Druckkammer zum Körper hin abgedichtet. Ist die Kammer hermetisch abgeriegelt, wird sie mit dem zur Physiotherapie notwendigen Überdruck beaufschlagt. Der erhöhte Luftdruck ruft einen Zustand reduzierter Schwerkraft hervor, der das Training wesentlich erleichtert und eine schmerzlose Therapie ermöglicht.


Diese Analysemöglichkeiten bietet das Anti-Schwerkraft-Laufband

Um den Genesungsstatus zu ermitteln und mögliche Fehlentwicklungen bereits in der Entstehung zu unterbinden, bietet das Laufband zahlreiche Analysemöglichkeiten. Im Zentrum stehen dabei die klassischen Gangparameter wie Schrittlänge, Gewichtsbelastung des linken und rechten Beines und die Standzeit auf dem linken und rechten Fuß. Über ein Display kann der betreuende Physiotherapeut die Daten in Echtzeit in Augenschein nehmen und direkt mögliche Korrekturen vornehmen. Die Daten lassen sich zudem für weitere Verwendungszwecke via USB-Stick exportieren.

Quellen:

https://www.myphysio-deutschland.de/project/alterg/

https://www.proxomed.com/produkte/alterg

https://www.hpc-therapie-training.de/training/leistungen/anti-schwerkraft-laufband-alterg

https://www.pro-physio-rinke.de/alter-g.html

Bild:

https://stock.adobe.com/ Silvia Beres